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LEBENSBERICHTE



Kadem
Und wenn ich einmal sterben muss ...?

Filiz
War er ein Engel?

Edis
Ich setzte mein ewiges Leben aufs Spiel

Ayse
Besser als der höchste Lottogewinn

 

Ayse
Besser als der höchste Lottogewinn


Vor zehn Jahren kam ich zum Glauben an den Herrn Jesus. Ich war auch vorher gläubig, glaubte an Gott (Allah), aber der war in weiter Ferne ...

Mein Mann hatte eine gute Stelle in einem Tourismus-Büro, weil er auch Arabisch spricht. Wir waren bereits acht – nicht immer einfache – Jahre verheiratet, als ein Kollege meinem Mann vorschlug, auf schnellere Weise Geld zu verdienen. Der Nachteil an diesem Angebot war, dass diese Art von Arbeit gegen das Gesetz verstieß. Im Jahr 1997 beschlossen mein Mann und ich daher, von Istanbul wegzuziehen, um von diesen speziellen "Freunden" und "Arbeiten" loszukommen.

Enver und der Jesus-Film

Wir wollten uns in der Nähe von Istanbul niederlassen. Darum ging mein Mann Enver (Name geändert) nach Gebze und eröffnete ein Geschäft. Dort arbeitete er die Woche über – am Wochenende kam er nach Hause. Aber seine Familie fehlte ihm. Darum sagte er, dass er uns auch dort hinholen wolle. Er suchte eine Wohnung und wollte sie schön für uns herrichten. Darum begann ich in Istanbul unsere Sachen zusammen zu packen, um so die Vorbereitungen für den baldigen Umzug zu treffen. Es war fast soweit, als Enver an einem Wochenende ständig in einer Zeitung las.
"Was steht denn da so Interessantes, dass du immerzu diese Zeitung liest?" - "Hier ist eine Anzeige drin, wo steht: 'Möchten Sie sich den Jesus-Film ansehen?' – Ayse (Name geändert), das möchte ich unheimlich gerne." Am Samstag ging er dann in eine Gemeinde und sah sich den Film an. Die Atmosphäre und die Leute, die dort waren, gefielen ihm sehr gut. Zum Abschied schenkte man ihm ein Neues Testament (den zweiten Teil der Bibel / Incil) und eine Video-Kassette mit dem Film.

Die ganze folgende Woche las er in der Bibel und machte sich dabei Notizen. Am Wochenende ging er wieder in die Gemeinde, um seine vielen Fragen loszuwerden. Das wiederholte sich mehrere Wochen. Langsam wurde ich ungeduldig.
"Enver, wann ziehen wir endlich um?" - "Ich glaube jetzt an den Herrn Jesus. Wir werden hier bleiben und ins Haus des Herrn gehen", sagte mein Mann glücklich lächelnd. Da wurde ich sehr böse: "So etwas ist unmöglich. Das geht nicht! Das mache ich nicht mit!" - "Du bist meine Frau. Du gehörst an meine Seite."

Was sollte ich tun? Also machte ich meine beiden Kinder und mich am Sonntagmorgen fertig, um mit in die Gemeinde zu gehen. Innerlich war ich sehr ärgerlich über meinen Mann und ließ ihn das auch spüren, als wir wieder zu Hause waren. Doch mit der Zeit gewann ich die Leute in der Gemeinde lieb. Sie waren so anders. Sie strahlten sehr viel Liebe aus. Als ich ihren Gebeten zuhörte, traute ich meinen Ohren kaum. Ich verstand alles; sie beteten in der Sprache, die ich verstand.

"Folge mir nach!"

Eines Tages, als wir wieder einmal in der Gemeinde waren, war es als ob eine Stimme zu meinem Herzen redete: "Ayse, diese Woche werde ich dich segnen." Nach der Gemeinde erzählte ich das meinem Mann. Er freute sich und sagte: "Der Herr Jesus wird dich segnen!"
Also schenkte ich dieser Stimme, die ich gehört hatte, Vertrauen. Den Segen stellte ich mir in Form eines Lottogewinns vor. Darum kaufte ich mir ein Los und wartete auf die glückliche Nachricht eines Riesengewinnes. Aber nichts geschah. Das verstand ich nicht. Mein Mann und meine Kinder schliefen schon, aber ich konnte vor Enttäuschung nicht einschlafen. Warum nur blieb dieser Segen aus?

Da hörte ich mitten in der Nacht jemanden meinen Namen rufen. Ich schaute zu meinem Mann und meinen Kindern. Aber sie schliefen fest.
Wieder die Stimme: "Ayse, warum vertraust du mir nicht? Ich habe dich geschaffen und wunderbar gemacht." Kurz vorher hatte ich den Jesus-Film gesehen, und es war mir als ob mich diese Augen liebevoll anschauten und zu mir redeten. "Folge mir nach!" Da erfasste mich ein wunderbarer Friede und ich verspürte eine starke Liebe. Nochmals hörte ich: "Folge mir nach!" Das war das letzte Mal. Ich weinte vor Freude. Diese Liebe, die ich empfand, war so wunderbar und wohltuend. Nun konnte ich vor Freude nicht einschlafen. Jetzt glaubte ich an den Herrn Jesus. Alles, was ich über ihn gehört hatte, war wahr. Er war es, der für mich in diese sündige Welt gekommen war. Er, der Herr Jesus, hatte meine ganze Sündenlast am Kreuz auf Golgatha getragen. Er hatte alles bezahlt. Ich war frei. Er war wirklich mein Retter.

Gott verändert mein Leben

Am nächsten Morgen warf ich alles weg, was mich an mein früheres sündhaftes Leben erinnerte. Auch alles, was irgendwie mit unserer früheren Religion zu tun hatte, warf ich weg. Als ich meinem Mann erzählte, dass ich jetzt auch an Jesus glaube, freute er sich sehr. Von da an konnten wir diesen Weg gemeinsam gehen.

Bald erzählten wir auch unseren Eltern und Geschwistern von unserem neuen Glauben. Daraufhin wollten sie nichts mehr mit uns zu tun haben. In der Bibel steht: "Wenn sie euch um meinetwillen beschimpfen, verfolgen und verleumden, freuet euch, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln" (Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5, Vers 11). Darum konnte nichts meine Freude trüben, im Gegenteil, ich sprühte nur so von Glück und Freude über mein neu gewonnenes Heil.

Jetzt lese ich immer in der Bibel. Ich möchte auf Gott hören und seine Gebote halten. Seit zehn Jahren bin ich nun schon gläubig. Am Anfang meines Glaubenslebens begann mich Gott grundlegend zu verändern. Ich hatte ein hartes Wesen und liebte zuerst einmal mich und dann nur noch meine Familie. Das ist jetzt ganz anders. Gottes erstes Gebot lautet: "Liebe Gott, den Herrn von ganzem Herzen und von ganzem Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst" (siehe Evangelium nach Matthäus Kapitel 22 Verse 35 bis 40).

Die Worte Gottes sind Balsam für die Seele

Darum versuche ich bei allem, was ich tue, zuerst Gott um Rat zu fragen, und nachdem ich eine Antwort erhalten habe, handle ich. Am Morgen lese ich Gottes Wort und danke für unsere Rettung. Am Abend lese ich wieder in der Bibel und denke über seine wunderbaren Werke nach. Dieses Leben erscheint mir wie ein großer Gewinn und viel wertvoller als Geld. Die Stelle im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 6, Verse 19 bis 21 stärkt mich immer wieder: "Sammelt euch nicht Schätze auf dieser Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder der Rost noch die Motte zerstören und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein" (Evangelium nach Matthäus Kapitel 6 Verse 19-20).

Die Worte Gottes sind uns eine Quelle des Lebens. Der Heilige Geist selbst schließt uns sein Wort auf. Darum sollten wir so nahe wie möglich an dem Herrn Jesus und seinem Wort bleiben. Auch wenn ich mich mit vielen meiner früheren Schwierigkeiten auch heute noch auseinander setzen muss, kann ich sie mit der Hilfe meines Herrn Jesus bewältigen und weiß, auch das geht vorbei. Es kann und darf uns nichts mehr überwältigen.

Nach vielen Jahren hat mir der Herr noch ein wunderbares Geschenk gemacht mit einem dritten Sohn. Mein Ältester ist schon 20 Jahre alt und hat sich taufen lassen, weil er auch zum Glauben kam. Soweit es möglich ist, versuchen wir allen unseren Freunden von unserem Glauben zu erzählen, indem wir Jesus mit Worten und Taten bekennen. In der Zwischenzeit haben auch unsere Eltern und Geschwister uns als Christus-Gläubige anerkannt und lassen unser Zeugnis zumindest stehen.

Anmerkung der Übersetzerin: Ayses Mann wurde nach einigen Jahren gefasst und für die Sachen, die er früher angestellt hatte, verurteilt. Dafür saß er mehrere Jahre im Gefängnis. Das bedeutete für die Familie, dass sie kein Einkommen hatte. Trotzdem hat Gott sie nie verlassen und immer versorgt. Ayse verheimlicht diese schwere Zeit nicht. Sie weiß, Gott hat ihrem Mann vergeben und die Leute dürfen ruhig wissen, was mit ihm los war. Auch für mich ist diese Glaubens-Schwester ein großes Zeugnis und eine geistliche Erbauung.

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